Die Ecuador-Fischratte

Die Ecuador-Fischratte (Anotomys leander) ist ein wenig bekanntes Nagetier aus den nördlichen Hochanden Ecuadors.

Über Jahrzehnte war die Ecuador-Fischratte nur durch wenige Exemplare bekannt, bis der Zoologe Robert Voss 1978 bis 1980 die Tiere eingehend an einem Bergbach an den Hängen des Pichincha studieren konnte. Alle Exemplare dieser Art wurden in Höhen zwischen 3600 und 3755 m gesehen, sind also ausgesprochene Hochgebirgsbewohner.

Die Kopfrumpflänge beträgt 11 cm, hinzu kommen 14 cm Schwanz. Das Fell ist oberseits schiefergrau und unterseits grauweiß gefärbt. Am Ohr befindet sich ein kennzeichnender weißer Fleck. Die Ohren sind äußerlich kaum sichtbar, die Ohröffnungen in Anpassung an ein aquatisches Leben verschließbar – eine Fähigkeit, die sich bei verwandten wasserbewohnenden Nagetieren nicht findet. Trotz ihres Namens frisst die Ecuador-Fischratte eher kleinere Tiere als Fische und ist weniger gut als die verwandten eigentlichen Fischratten (Gattung Ichthyomys) an die Fischjagd angepasst.

Die Dickschwanz-Beutelratte

Die Dickschwanzbeutelratte (Lutreolina crassicaudata) ist eine Beutelsäugerart aus der Familie der Beutelratten (Didelphidae).

Vom Körperbau ähnelt sie den Wieseln. Ihr dichtes Fell ist dunkelgelb oder braun gefärbt, die Gliedmaßen sind sehr kurz. Der Schwanz ist durch die dicke, stark behaarte Schwanzwurzel charakterisiert, im Gegensatz zu anderen Beutelratten kann er nicht als Greifschwanz verwendet werden. Die Ohren sind rund und sehr klein, die Schnauze kurz. Diese Tiere erreichen eine Kopfrumpflänge von 21 bis 45 Zentimetern, eine Schwanzlänge von 21 bis 31 Zentimeter und ein Gewicht von 200 bis 550 Gramm.

Verbreitung und Lebensweise

Diese Art lebt in Südamerika in zwei getrennten Regionen, einerseits im Norden des Kontinents (Kolumbien bis Guyana), anderseits im zentralen Teil (Bolivien, Südbrasilien, und Nordargentinien).

Ihr Lebensraum sind meist Grasländer, oft in der Nähe von Flüssen oder Seen. Sie leben in erster Linie am Boden, können aber gut klettern und schwimmen. Sie sind nachtaktiv, tagsüber schlafen sie in Nestern aus Gräsern oder Schilf, manchmal auch in Erdhöhlen oder verlassenen Bauen anderer Tiere. Sie gelten als sozialer als andere Beutelratten, es gibt Berichte, wonach ein Männchen und zwei Weibchen zusammenleben.

Dickschwanzbeutelratten sind wohl die ausgeprägtesten Fleischfresser unter den Beutelratten. Zu ihrer Beute zählen kleine Wirbeltiere (zum Beispiel Nagetiere, Vögel, Reptilien, Frösche und Fische), Insekten und Krabben, daneben nehmen sie in geringem Ausmaß auch Früchte zu sich. Es gibt Berichte, wonach sie manchmal in Hühnerställe oder Taubenschläge eindringen und dort die Vögel reißen.

Fortpflanzung

Zweimal im Jahr bringt das Weibchen nach zweiwöchiger Tragzeit Nachwuchs zur Welt. Nach der ersten Zeit im Beutel wachsen die Jungtiere in einem Blätternest auf. Über die Stilldauer oder das Alter beim Erreichen der Geschlechtsreife ist nichts bekannt. Die Lebenserwartung beträgt höchstens drei Jahre.

Bedrohung

Früher wurden die Tiere wegen ihres Felles gejagt, aufgrund der minderen Qualität der Pelze ist diese Praxis weitgehend verschwunden. In manchen Regionen (zum Beispiel dem nördlichen Argentinien) sind sie aufgrund der Zerstörung ihres Lebensraumes selten geworden, insgesamt betrachtet ist die Art aber häufig und zählt nicht zu den bedrohten Arten.

Die Chiloe Beutelratte

Die Chiloé-Beutelratte (Dromiciops gliroides) ist eine Beuteltierart aus dem südwestlichen Südamerika. Sie stellt die einzige lebende Art der Familie Microbiotheriidae dar, die wiederum die einzige Familie der Beuteltierordnung Microbiotheria ist.

Die Chiloé-Beutelratte lebt in Chile vom 36. bis zum 43. Breitengrad, im angrenzenden Argentinien sowie auf der zu Chile gehörenden Insel Chiloé.

Chiloé-Beutelratten sind graubraune, rattenähnliche Tiere. Ihr Körper wird 9 bis 13 cm lang, mit einem ungefähr ebenso langen Schwanz. Das Fell ist kurz und dicht und ist mit hellen Flecken versehen.

Chiloé-Beutelratten bewohnen kühle Wälder. Sie sind fast ausschließlich nachtaktiv und leben vorwiegend auf Bäumen. Sie bauen sich runde Nester aus Bambusblättern, die sie mit Gräsern und Moosen auspolstern. In kühleren Regionen halten sie Winterschlaf, wobei der vordere Teil des Schwanzes vorher als Fettspeicher vergrößert wird. Zumindest während der Paarungszeit leben Chiloé-Beutelratten in Paaren zusammen.

Nahrung

Die Nahrung der Chiloé-Beutelratten besteht vorwiegend aus Insekten und deren Larven, gelegentlich auch pflanzlichem Material.

Fortpflanzung

Die Paarung der Chiloé-Beutelratten findet im südamerikanischen Frühling statt. Einmal im Jahr bringt das Weibchen ein bis vier Jungtiere zur Welt. Nach der Zeit im Beutel klammern sich die Jungtiere während der nächtlichen Nahrungssuche der Mutter an deren Rücken fest und halten sich tagsüber in ihrem Nest auf. Nach dem Abstillen bleiben die Jungtiere noch längere Zeit in losem Kontakt mit den Eltern. Im zweiten Lebensjahr werden sie geschlechtsreif.

Bedrohung

Nach einem Aberglauben der chilenischen Bevölkerung bringt es Unglück, eines dieser Tiere zu sehen oder im Haus zu haben. Deswegen soll es auch schon vorgekommen sein, dass Menschen ihre Häuser niederbrannten, nachdem sie eine Chiloé-Beutelratte darin gefunden hatten. Laut IUCN gelten diese Tiere als gefährdet (vulnerable).

Die Familie hat ihren wissenschaftlichen Namen von der fossilen Gattung Microbiotherium, die eng mit der Chiloé-Beutelratte verwandt war und während des Oligozäns und Miozäns in Südamerika lebte. Erstaunlicherweise gehört die Familie zur Überordnung Australidelphia, was bedeutet, dass die Tiere, obwohl sie in Südamerika leben, näher mit den Beuteltieren Australiens als mit den Beutelratten des amerikanischen Kontinents verwandt sind.

Die Chaco-Beutelratte

Die Chaco-Beutelratte (Chacodelphys formosa) ist eine Säugetierart aus der Familie der Beutelratten (Didelphidae). Von der Art ist nur ein Exemplar bekannt, das 1920 in der argentinischen Provinz Formosa gefunden wurde.

Mit einer Kopfrumpflänge von 68 Millimetern und einer Schwanzlänge von 55 Millimetern ist die Chaco-Beutelratte die kleinste bekannte Beutelratte. Von anderen Arten unterscheidet sie sich unter anderem durch den verlängerten dritten Finger der Vorderfüße und einen auffallend kurzen Schwanz. Ihr Lebensraum ist die Chaco-Region im südlichen Südamerika. Über den Bedrohungsgrad ist nichts bekannt, möglicherweise ist sie aber häufiger als der bislang einzige Fund andeutet.

Bei der Erstbeschreibung wurde die Art als Marmosa formosa zunächst in die Gattung der Zwergbeutelratten (Marmosa) eingeordnet, später wurde sie lediglich als Synonym von Gracilinanus agilis betrachtet. Voss et al. errichteten 2004 schließlich die neue Gattung Chacodelphys für diese Art.

Die Buschschwanz-Beutelratte

Die Buschschwanz-Beutelratte (Glironia venusta) ist eine Säugetierart aus der Familie der Beutelratten (Didelphidae).

Das dichte, wollige Fell dieser Tiere ist bräunlich gefärbt, zwei dunkelbraune oder schwarze Längsstreifen auf ihrem Gesicht sorgen für ein maskenähnliches Aussehen. Der Schwanz ist etwas länger als der Körper und bis auf die unbehaarte Spitze relativ buschig. Diese Tiere erreichen eine Kopfrumpflänge von 16 bis 20 Zentimetern und eine Schwanzlänge von 20 bis 23 Zentimetern.

Bislang wurde nur acht Exemplare dieser Art gefunden, alle in den Regenwäldern Brasiliens, Perus, Ecuadors oder Boliviens. Aufgrund des Körperbaus (opponierbarer Daumen und Greifschwanz) vermutet man, dass sie auf Bäumen lebt. Über ihre Lebensweise ist kaum etwas bekannt. Wie die meisten anderen Beutelratten dürfte sie ein nachtaktiver, einzelgängerischer Allesfresser sein.

Wegen der Zerstörung ihres Lebensraumes listet sie die IUCN als gefährdet (vulnerable).

Über die systematische Zuordnung der Buschschwanzbeutelratte besteht Uneinigkeit. Traditionell wird sie in die Unterfamilie Caluromyinae als naher Verwandter der Wollbeutelratten eingeordnet. Andere Systematiken sprechen ihr hingegen den Rang einer eigenen Unterfamilie (Glironiinae) oder gar Familie (Glironiidae) zu.

Bisamratten – alles über die Bisamratte

Die Bisamratte (Ondatra zibethicus) oder Bisam ist eine ursprünglich ausschließlich in Nordamerika beheimatete Nagetierart, die sich ausgehend von Böhmen und später Frankreich über fast ganz Europa und Asien ausgebreitet und als neue Art (Neozoon) etabliert hat. Die im deutschen Sprachgebrauch üblicherweise verwendete Bezeichnung Bisamratte ist biologisch irreführend, denn es handelt sich bei der Bisamratte keineswegs um eine Rattenart. Die Bisamratte gehört vielmehr zu den Wühlmäusen (Arvicolinae), deren größter lebender Vertreter sie ist.

Die Bezeichnung Bisam leitet sich vom türkischen besem (deutsch “Geruch”) her. Zudem ist es eine andere Bezeichnung für Moschus, einen vom Moschushirsch (Moschus moschiferus) erzeugten Duftstoff. Die Bisamratte verdankt ihren Namen einem stark nach Moschus duftenden Sekret, das die Geschlechtsanhangdrüsen der Männchen absondern.

In der Kürschnerei wird auch das Fell der Bisamratte als Bisam bezeichnet.

Zu den volkstümlichen Bezeichnungen der Bisamratte gehören auch die Bezeichnungen Moschusratte, Zwergbiber, Bisambiber, Zibetratte, Sumpfkaninchen, Sumpfhase und Wasserkaninchen. Als Bisamratte wird fälschlicherweise auch die Biberratte oder Nutria bezeichnet.

Die Bisasamratte ist mit einer Kopf-Rumpf-Länge von rund 35 cm und einer Schwanzlänge von etwa 22 Zentimeter kleiner als ein Nutria (Myocastor coypus) oder ein Biber (Castor fiber) und größer als eine Wanderratte (Rattus norvegicus). Das Gewicht liegt in der Regel zwischen 0,8 und 1,6 Kilogramm (maximal: 2,3 Kilogramm). Die Bisamratte ist von gedrungener, rattenartiger Gestalt. Der kurze und dicke Kopf geht äußerlich ohne Hals in den Rumpf über. Der Schwanz ist fast nackt und seitlich abgeplattet.

Die Bisasamratte ist hervorragend an das Leben im Wasser angepasst. Sie hat wasserdicht verschließbare Ohren, deren Ohrmuscheln tief im Fell versteckt liegen. Obwohl ihre hinteren Pfoten im Gegensatz zu Bibern und Nutrias keine Schwimmhäute aufweisen, ist die Bisamratte ein geschickter Schwimmer und Taucher. Statt der Schwimmhäute besitzen Bisams
sogenannte Schwimmborsten: steife Haare, die als Saum an den Rändern der Zehen wachsen und so die Zehen paddelartig vergrößern. Für den Hauptantrieb bei der Fortbewegung im Wasser sorgen die langen kräftigen Beine und die weit gespreizten Hinterfüße. Zur Steuerung und Unterstützung der Schwimmbewegung nutzt die Bisamratte ihren Schwanz, den sie in horizontaler Ebene nach rechts und links bewegt. Ihr Fell ist sehr dicht und wasserabweisend, mit dem sie sich häufig für längere Zeit im Wasser aufhalten können.

Das Fleisch des Bisam ist essbar.Sein Fell ist für die Pelzindustrie sehr wertvoll.Es variiert von schwarz über dunkelbraun bis cremefarben, vereinzelt gibt es auch Albinos, daher gilt er in einigen Ländern wie z. B. den USA als wertvolles Nutz-, Jagd- und Zuchttier.

Bisamratten halten sich überwiegend im Wasser auf. Sie sind ausgezeichnete Schwimmer und können bis zu zehn Minuten tauchen. An Land wirkt die Bisamratte dagegen eher unbeholfen. Das scheue Tier nimmt fast jedes einigermaßen geeignete Fließ- und Stillgewässer als Lebensraum an. Bisamratten sind in der Regel nacht- und dämmerungsaktiv. Wie bei vielen anderen Tierarten wie beispielsweise beim Rotfuchs und beim Wildschwein ist der Tag- und Nachtrhythmus jedoch abhängig von Störungen durch Menschen. In Gebieten, in denen sie relativ ungestört sind, sind sie häufig auch tagsüber zu beobachten.

Innerhalb der Art spielen optische und olfaktorische Signale eine Rolle. Das Männchen setzt während der Fortpflanzungszeit Kot an den Reviergrenzen ab. Während dieser Zeit vergrößern sich auch die paarigen Präputialdrüsen stark, in denen das Moschussekret erzeugt wird. Laute äußert die Bisamratte selten. Während der Paarung geben beide Tiere mitunter quäkende Töne von sich und Nestjungen piepsen ähnlich wie Mäuse. Bei Konfrontationen mit Artgenossen oder bei Bedrohung schlagen Bisamratten in rascher Folge die Schneidezähne aufeinander und erzeugen damit ein weit hörbares Geräusch.

Bisamratten errichten zwei unterschiedliche Formen von Bauen. Der Typus ist abhängig vom Lebensraum.

Überall da, wo eine Uferpartie die Möglichkeit bietet, graben Bisamratten als Unterschlupf Erdbaue, deren Eingänge unter Wasser liegen. Bei steigendem oder fallendem Wasserstand wird der Eingang entsprechend höher oder tiefer angelegt. Hierbei unterminieren sie häufig Deiche, Dämme und Befestigungsanlagen, wodurch sie der Wasserwirtschaft große Probleme bereiten können. Zum Graben nutzen sie sowohl die Vorderpfoten als auch die Nagezähne. Vom Eingang zum Bau führt eine Röhre schräg aufwärts und endet in einem Kessel.

Dort wo das Biotop keine Möglichkeit bietet, einen solchen Erdbau zu errichten, bauen Bisamratten 0,5 bis 2 Meter hohe Behausungen aus Röhricht und anderen Wasserpflanzen wie Binsen und Schilf, die sogenannten “Bisamburgen”. Das darin verborgene Nest befindet sich nur knapp über dem Wasserspiegel. Die Form der Burgen ist meist stumpf kegelförmig, die Grundfläche ist kreisförmig bis elliptisch; die Röhre, die zum Kessel führt, liegt wie bei den Erdbauen unter Wasser. Größere Burgen werden gelegentlich über mehrere Jahre bewohnt.

Bisamratten ernähren sich hauptsächlich von Wasser- und Uferpflanzen. Zu den häufig gefressenen Pflanzenarten zählen Schilf, Rohrkolben-, Binsen-, See- und Teichrosenarten sowie Baumrinde, Schachtelhalm- und Laichkrautarten. Sie gehen jedoch auch an Getreide, Gemüse, Obst und Gräser und graben nach den Knollen des Topinamburs. In den vegetationsarmen Monaten ergänzen sie ihre Nahrung durch Muscheln, Larven von Wasserinsekten, Krebse, Wasserschnecken und seltener auch Frösche und Fische. Die bevorzugte Nahrung ist jedoch auch in dieser Zeit pflanzlich. Sie graben in dieser Zeit bevorzugt nach Pflanzenwurzeln.

Die Behauptung, dass Bisamratten auch Vögel oder deren Gelege verzehren, konnte nicht bestätigt werden. Auch der Anteil, den Muscheln und Krebse an ihrer Beute haben, ist umstritten.

In der freien Natur vollenden nur wenige Bisamratten das dritte Lebensjahr. Bei Tieren zwischen 30 bis 36 Monaten sind die Kronen der Molaren (Backenzähne) in der Regel bis zum Wurzelhals abgekaut, so dass die Tiere aufgrund mangelhafter Ernährung eingehen. 85 Prozent einer Population zu Beginn der Fortpflanzungsperiode bestehen dagegen aus Tieren, die im Vorjahr zur Welt kamen. Der größte Teil der Restpopulation befindet sich im zweiten Lebensjahr. Hohe Verlustraten treten vor allem während der Wanderung der Tiere auf. Sie sind in dieser Zeit einem höheren Feinddruck ausgesetzt als wenn sie sich in einem etablierten Revier aufhalten. Auch während der Zeit der Reviergründung vor einer Fortpflanzungsperiode ist die Sterblichkeit der Tiere sehr hoch.

Fischotter (Lutra lutra), Uhu sowie der Rotfuchs machen Jagd auf den Nager. In Schweden hat man festgestellt, dass in Jahren nach einer Wühlmausgradation auch die Bisamrattenbestände zurückgehen. Dies ist darauf zurückzuführen, dass nach dem Zusammenbruch einer sehr großen Wühlmauspopulation der Feinddruck auf die Bisamrattenbestände sehr hoch ist.

Als wichtigster Fressfeind der Bisamratte gilt vor allem der ebenfalls aus Nordamerika eingeführte Mink (Mustela vison). Über die komplexe Räuber- Beute-Beziehung zwischen Bisamratte und Mink liegen umfangreiche Untersuchungen durch den Zoologen Paul Errington vor, der sich mehr als 30 Jahre mit der Ökologie der Bisamratte in den Feuchtgebieten Iowas beschäftigte. Minke und Bisamratten sind etwa gleich groß, haben eine ähnliche semiaquatische Lebensweise und die gleichen Habitatpräferenzen und ähneln sich in ihrer Körpergröße. Minke haben zwar eine etwas größere Körperlänge, dafür sind ausgewachsene Bisamratten etwas massiger gebaut. Minke erbeuten Bisamratten, indem sie sie mit ihren Vorderbeinen packen und sie mehrfach in Kopf und Genick beißen. Obwohl die bevorzugte Nahrung von Minken die Bisamratte ist, konnte Errington nachweisen, dass die Dezimierung durch Minke kein die Bisamrattenpopulationen begrenzender Faktor ist. Der Territorialinstinkt von Bisamratten bestimmt, wie viele Individuen in einem Lebensraum ausreichend Nahrung und genügend Raum zur Anlage von Bauen finden. Sobald der Lebensraum voll ist und eine sehr hohe Populationsdichte erreicht ist, nimmt die Sterblichkeit aller weiteren Bisamratten zu. Die Sterblichkeit ist vor allem unter den Bisamratten hoch, die aus dem Umland einwandern oder durch Krankheiten und Alter geschwächt sind oder als Jungtier ein Territorium erst noch suchen müssen. Dies sind die Tiere, die überwiegend durch Minke erbeutet werden. In dem untersuchten Gebiet in Iowa waren 70 Prozent der Bisamratten, die Minke erjagten, durch Krankheiten oder extreme Klimabedingungen geschwächt. Ein beträchtlicher Prozentsatz der Beute waren männliche Bisamratten, die im Frühling ihre Baue verließen und in unbekannte Gebiete abwanderten, um neue Territorien für die Fortpflanzungsperiode im Sommer zu suchen. Ebenso häufig fielen Jungtiere den Minken zum Opfer, für die im Lebensraum nicht ausreichend Nahrung vorhanden war. Gesunde, erwachsene Bisamratten, die nahrungsreiche Territorien besetzt halten, fielen dagegen den Minken kaum zum Opfer. Die Populationsdynamik von Bisamratten wird daher als dichteabhängig beschrieben – zwischen der Gesamtzahl der Bisamratten in einem Gebiet und der als potenzielle Beute verfügbaren Individuen besteht für den Mink ein grundlegender Unterschied. In vorteilhaften ökologischen Positionen lebende Bisamratten bleiben weitgehend unbehelligt.

Fortpflanzung

Während der Fortpflanzungszeit besetzen Bisamratten ein Revier, das sie gegenüber ihren Artgenossen auch verteidigen. Die Größe des Reviers ist abhängig von den jeweiligen Nahrungsbedingungen. Durchschnittlich ist ein Revier zwischen 3000 und 5000 Quadratmetern groß.

In klimatisch begünstigten Lebensräumen kann sich die Bisamratte das gesamte Jahr über fortpflanzen. Das lässt sich beispielsweise in den südlichen Regionen der USA beobachten. Fortpflanzungszeit ist in Mitteleuropa in der Regel im Zeitraum von März bis September. Allerdings hat man auch in Mitteleuropa schon während des Winterhalbjahres trächtige Weibchen oder Jungtiere beobachtet. In der Regel kommt es in Mitteleuropa zu zwei Würfen während eines Jahres. Bei sehr guten Umweltbedingungen ist auch ein dritter Wurf möglich. Die Tragezeit beträgt 30 Tage. Würfe bestehen aus vier bis neun Jungen. Der normale Wurf besteht aus fünf bis sechs Jungtieren. Im folgenden Jahr sind die Jungtiere wiederum geschlechtsreif. Ihre – sehr rasche – Ausbreitung erfolgt in Intervallen entlang ihres natürlichen Lebensraums, also stromauf und stromab entlang von Bächen und Flüssen.

Die bei Geburt etwa zwanzig Gramm schweren Jungen werden blind und nackt geboren. Ihr dichtes und seidiges Nestlingsfell entwickeln die Jungtiere innerhalb der ersten 14 bis 18 Tage; Ihre Augen öffnen sich zwischen dem 10. und 14. Lebenstag. Nach etwa vier Wochen beginnen die Deckhaare zu wachsen; dieser Haarwechsel in das sogenannte Alterskleid ist nach vier Monaten abgeschlossen. Die Tiere haben dann etwa ein Gewicht von 600 Gramm erreicht. Großgezogen werden die Jungtiere in den Wohnburgen.

Verbreitung

Ursprüngliches Verbreitungsgebiet

Das ursprüngliche Verbreitungsgebiet der Bisamratte sind die Feuchtgebiete Nordamerikas. In den USA bewohnt die Bisamratte sogar die durch die Gezeiten beeinflussten Salzsümpfe an der Atlantikküste. Ideale Lebensbedingungen findet die Bisamratte jedoch an den größeren Teichen oder Seen mit starker Wasserpflanzenproduktion.

Den Rückgang der natürlichen Lebensräume in Nordamerika konnte die Bisamratte dadurch kompensieren, dass sie heute auch entlang künstlich angelegter Kanäle lebt. Von wenigen Gebieten abgesehen, sind sowohl die USA als auch Kanada vollständig von dieser Art besiedelt.
Ausbreitung außerhalb Nordamerikas

Nach allgemein akzeptierter Meinung ging die Erstbesiedelung Europas und Asiens von Böhmen, dem heutigen Tschechien, aus. Fürst Colloredo-Mansfeld brachte 1905 drei Weibchen und zwei Männchen der Bisamratte von einer Jagdreise nach Alaska mit. Morphologischen Untersuchungen zufolge handelt es sich bei den ausgesetzten Tieren allerdings um die im östlichen Kanada vertretene Nominatform Ondatra zibethicus zibethicus. Die Tiere ließ er auf seinem Gut Dobrisch, rund 40 Kilometer südwestlich von Prag, aussetzen. Von dort breiteten sie sich mit großer Geschwindigkeit in alle Richtungen aus: 1912 hatten sie fast ganz Böhmen besiedelt, 1915 erschienen die ersten am Regen in Bayern, 1927 haben sie auf breiter Front die Nachbarländer erreicht und sich auf eine Fläche von etwa 200.000 Quadratkilometern ausgebreitet. 1935 sichtet man sie in Stendal, 1936 in Magdeburg. Die Ausbreitung erfolgte entlang von Bächen und Flüssen wie der Elbe und der Weser. Ganz Tschechien, Slowakei, Ungarn, Polen, Rumänien, der nördliche Teil von Jugoslawien und weitere Länder wurden ausgehend von der “Colloredo-Mansfeldschen” Population infiziert.

Eine zweite, für die Besiedlung des eurasischen Lebensraum wichtige Invasion ging 1930 von einer heruntergekommenen Zuchtanlage im Teichgebiet von Leval bei Belfort in Frankreich aus. Dort entliefen etwa 500 Bisamratten. Diese Gefangenschaftsflüchtlinge besiedelten unter Nutzung des Rhein-Rhône-Kanals und der Ill sehr rasch Nordwestfrankreich und über Pfalz und Baden weite Teile des Westens von Deutschland.

Diese und weitere Auswilderungen in Belgien, Schweden, Finnland, Polen und Russland beschleunigten die Ausbreitung der Bisamratte. Viele der Auswilderungen geschahen bewusst. So wurden in Finnland ab 1919 mehrfach Bisamratten aus Deutschland, der Tschechoslowakei, den USA und Kanada eingeführt und mit behördlicher Genehmigung an etwa 300 verschiedenen Orten ausgesetzt. Von Sibirien aus erreichten sie die Mongolei, die Republik China und die Mandschurei. Nach Japan wurde die Bisamratte 1945 eingeführt. So eroberte diese überaus erfolgreiche Art in wenigen Jahrzehnten weite Teile des eurasischen Kontinents und hat dort heute ein größeres Verbreitungsgebiet als in ihrer angestammten Heimat Nordamerika.

Außer in Eurasien wurden Bisamratten auch in Argentinien und Chile eingeführt und sind dort ebenso heimisch geworden.

Begünstigt wurde der Ausbreitungserfolg der Bisamratte durch die Herkunft aus einem ähnlichen Klimabereich, ihre hohe Fortpflanzungsquote und die ausgeprägte Wanderlust. Im neuen Lebensraum fehlt es außerdem an Fressfeinden, die auf sie spezialisiert sind.

Die Binden-Wollbeutelratte

Die Binden- oder Schwarzschulter-Wollbeutelratte (Caluromysiops irrupta) ist eine Säugetierart aus der Familie der Beutelratten (Didelphidae). Sie gehört zu den seltensten und am wenigsten erforschten Arten ihrer Familie.

Ihren Namen verdanken die Tiere zwei schwarzen Streifen, die von ihren Unterarmen über die Schulter bis zu den Hinterbeinen verlaufen. Das übrige Fell ist grau gefärbt und sehr weich und wollig. Der Schwanz ist länger als der Körper, das letzte Stück seiner Unterseite ist unbehaart, und er kann als Greifschwanz verwendet werden. Bindenwollbeutelratten erreichen eine Kopfrumpflänge von 25 bis 33 Zentimetern und eine Schwanzlänge von 31 bis 40 Zentimetern.

Lebensraum dieser Tiere sind Regenwälder im östlichen Peru und westlichen Brasilien. Es sind nachtaktive Baumbewohner, die selten auf den Boden kommen. Ihre Nahrung umfasst Nektar und Nüsse, möglicherweise auch kleine Tiere. Wie die meisten Beutelratten dürfte diese Art einzelgängerisch leben.

Wegen der Zerstörung ihres Lebensraum wird die Art von der IUCN als gefährdet (vulnerable) gelistet.

Biberratten – alles über die Biberratte

Die Biberratte (Myocastor coypus), auch Nutria oder seltener Sumpfbiber, Schweifbiber, Schweifratte, Coypu, Wasserratte genannt ist eine aus Südamerika stammende und in Mitteleuropa eingebürgerte Nagetierart. Sie wird entweder in einer eigenen Familie, Myocastoridae, oder als Unterfamilie Myocastorinae innerhalb der Stachelratten (Echimyidae) eingeordnet.

Die Biberratte wird gelegentlich mit der aus Nordamerika stammenden Bisamratte verwechselt, die sich gleichfalls in Europa als Neozoon etabliert hat.

Die Biberratte erreicht eine Körperlänge von bis zu 65 cm und wiegt erwachsen zwischen acht und zehn Kilogramm. Ihr runder Schwanz hat zudem eine Länge von etwa 45 Zentimeter. Die Tiere erreichen damit fast die selbe Körpergröße wie ein Biber.

Männliche Biberratten werden generell etwas größer als die Weibchen. An den Hinterfüßen haben Biberratten jeweils zwischen den ersten 4 Zehen Schwimmhäute. Auffällig sind bei erwachsenen Tieren auch die kräftig orangen Nagezähne.

Die Fellfarbe der Biberratte ist rötlichbraun. Aus Pelztierzuchten entflohene Tiere zeigen daneben eine Reihe farblicher Varianten. Bei ihnen kommen hellgraue, dunkelgraue, schwarze, braune, rötliche, gelbliche oder fast weiße Fellfarben vor.

Die Zahnformel der Biberratte weicht zu der der meisten Nagetiere dadurch ab, dass die Biberratte neben den Molaren noch über jeweils einen Prämolar verEuropa und Asien zu bewussten Auswilderungen.

Die an Flüssen, Seen, Teichen und in Sümpfen lebende Nutria gilt heute als in weiten Teilen Nordamerikas und Eurasiens eingebürgert. Der Bestand in Eurasien ist gleichfalls auf aus Pelztierfarmen entflohene Tiere zurückzuführen. Insbesondere nach dem Zusammenbruch des Pelzmarktes entkamen zahlreiche Tiere und konnten sich auf Grund einer nicht mehr stattfindenden Bejagung stark vermehren. Vereinzelte Vorkommen gibt es in Kenia (Naivasha-See), Japan (südlich der Stadt Okayama) und West-Australien.

In Deutschland ist sie an einigen Stellen zu finden, zum Beispiel in den Parks von Neuss und Cottbus. Eine starke Verbreitung findet nicht statt, weil Mitteleuropa den verwilderten Farmtieren ein wenig günstiges Klima bietet. Anscheinend brechen deshalb einige Populationen nach wenigen Jahren oft wieder zusammen. Die Tiere leben sehr standorttreu und verteidigen engagiert ihr Revier.

Im Landschaftsschutzgebiet in Mülheim an der Ruhr ist eine ausgewilderte Population von Nutrias zu beobachten, die sich an den Besuch von Spaziergängern gewöhnt haben und sich sogar mit Möhren und Äpfeln füttern lassen. Weitere Nutrias findet man im Abtskücher Teich in Heiligenhaus, dort leben momentan (Oktober 2005) in etwa 20 Tiere. Zudem gibt es eine recht kleine Population von 4 Tieren in Neuwied an einem ehemaligen Kiesloch (Silbersee).

Lebensweise

Biberratten sind sowohl tag- als auch nachtaktiv, insbesondere dämmerungsaktiv. Sie sind vorwiegend
reine Vegetarier und ernähren sich von Blättern, Stängeln, Wurzeln von Wasserpflanzen und Hackfrüchten. Gebietsweise verspeisen einige Populationen auch Schnecken und Süßwassermuscheln.

Die Tiere leben entweder paarweise oder in Gemeinschaften von etwa 12 bis 15 Tieren. Diese umfassen dann in der Regel die Eltern und eigene Nachkommen. In ihrer Heimat sind sie zumeist sogar koloniebildend (= größere Gruppen). Sie leben monogam. Nach einer Tragzeit von 19 Wochen bringt das Weibchen 6 bis 8 recht weit entwickelte, sehende und voll behaarte Junge zur Welt, die nach 5 Monaten geschlechtsreif sind. Zwei bis drei Würfe pro Jahr sind möglich.

Nutzung

Die (oder auch das) Nutria ist ein Pelzlieferant. Die Pelze sind vor allem wegen ihrer dichten und äußerst feinen Unterwolle begehrt, die Grannenhaare sind oft nicht erwünscht und werden daher meistens entfernt.

Die Biberratten wurden vermutlich bereits zu Beginn des 18. Jahrhunderts bewusst in Deutschland eingeführt und zwecks Nutzung ausgewildert. Anfang des 19. Jahrhunderts waren die freilebenden Bestände wegen der damals sehr hohen erzielten Preise für Nutriapelze durch intensive Bejagung weitgehend ausgerottet. Anschließend trat eine gewisse Bestandserholung ein. Diese Bestände stammten noch von gefangenen Wildtieren aus Südamerika ab und hatten gegenüber den heutigen Beständen, die aus Nachkommen von langjährigen Zuchtlinien bestehen, deutlich besser ausgeprägte Überlebensfähigkeiten. Erst in den 1920er Jahren gelang es dann mit aus Argentinien importierten Nutrias, diese in Gefangenschaft zu halten und zu züchten. Zwischen 1930 und 1940 gab es in Deutschland insgesamt über 1.000 Nutria-Farmen,

die jährlich fast 100.000 Felle lieferten. Wegen des Zweiten Weltkrieges ging dieser noch junge Erwerbszweig stark zurück, erstarkte in der 1950er Jahren jedoch wieder, um dann bis heute – vor allem modebedingt – wieder sehr zu schrumpfen. Mittlerweile gibt es in Deutschland auch reine Albino-Zuchtfarmen.

Ferner gilt die Biberratte als sehr schmackhaft. Vor dem Verzehr ist in Deutschland eine Trichinenschau wegen möglicher Trichinen-Infektionen Pflicht.

Schäden

Es wird gelegentlich von Schäden an Feldfrüchten in der Landwirtschaft und in Kleingärten berichtet. In der Regel sind in Deutschland die verursachten Schäden in Bezug auf den Wasserbau durch Grabungen in Uferbereichen gering. An einigen Gewässern ist dies im Zuge der Renaturierung auch unproblematisch.

Man hält den Tieren zugute, dass Biberratten dort, wo sie auftreten, die ebenfalls eingebürgerten Bisams zurückdrängen. Außerdem sind ihre Bestände gut kontrollierbar. Es gibt keinen Grund, Biberratten grundsätzlich zu bekämpfen.

In Gewässern, in denen auch Biber oder Fischotter vorkommen, ist darauf zu achten, dass es hier nicht zu Konkurrenzsituationen kommt.

Die Afrikanische Wasserratte

Die Afrikanische Wasserratte (Colomys goslingi) ist ein afrikanisches Nagetier, das in Sümpfen sowie entlang von bewaldeten Flussufern lebt. Das Verbreitungsgebiet reicht von Kamerun ostwärts bis nach Äthiopien und Kenia und südwärts bis Angola und Sambia.

Die Kopfrumpflänge beträgt 11 bis 14 cm, hinzu kommt ein 13 bis 19 cm langer Schwanz. Das Fell ist oberseits braun und unterseits weiß gefärbt. Die Brauntönung wird von vorne nach hinten dunkler und ist im hinteren Rückenteil fast schwarz. Der lange Schwanz ist schuppig und fast unbehaart.

Afrikanische Wasserratten sind nachtaktive Tiere, die Baue an Flussufern anlegen. Die Nahrung suchen sie in sehr flachem Wasser. Hier waten sie durch den Schlamm und spüren mit den Schnurrbarthaaren (Vibrissae) Würmer, Wasserinsekten, Schnecken und Krebstiere auf. Pflanzenteile werden dagegen nur selten gefressen. Wasserratten können gut schwimmen, nutzen diese Fähigkeit aber nur auf der Flucht oder bei erzwungenem Ortswechsel.

Starkzähniges Riesentrattenkänguru

Das Starkzähnige Riesenrattenkänguru (Ekaltadeta ima) ist eine ausgestorbene Art der Riesenrattenkängurus und lebte als Fleischfresser und Beutegreifer in Australien im Zeitalter des Miozän. Wie die anderen Vertreter der Gattung war es ein naher Verwandter des heute noch lebenden Moschusrattenkängurus (Hypsiprymnodon moschatus) und erreichte wahrscheinlich ein Körpergewicht von bis zu 15 Kilogramm.

Fossilien und Lebensweise

Die Fossilien des Starkzähnigen Riesenrattenkängurus fand man in Riversleigh in Queensland gemeinsam mit den Überresten einer Reihe weiterer bis dahin unbekannter Beuteltiere. Auffällig waren die Zähne des Tieres, die sehr deutlich für die Jagd und zum Zerkleinern von anderen Tieren ausgestattet sind. Vor allem die unteren Schneidezähne waren dolchartig verlängert und dienten wahrscheinlich zum Töten von Beutetieren, die Prämolaren waren mit einer deutlichen Schneide ausgestattet, die das Zerkleinern von Fleisch ermöglichte. Die Backenzähne dienten wahrscheinlich auch zum Zerkauen von pflanzlicher Nahrung, sodass die Tiere ähnlich den Füchsen als Nahrungsopportunisten angesehen werden können. Die Vorfahren der Tiere waren allerdings Pflanzenfresser.

Die Starkzähnigen Riesenrattenkängurus lebten wahrscheinlich in einem Zeitraum von fast 25 Millionen Jahren und starben erst vor etwa 40.000 Jahren aus. Sie waren die frühestens und zugleich kleinsten der bislang bekannten Riesenrattenkängurus und jagten wahrscheinlich als Bodenjäger in Wäldern, einem Lebensraum, den sie beispielsweise mit den baumlebenden Beutellöwen teilten.